Ein Neugeborenes braucht im Durchschnitt acht Mal am Tag eine frische Windel. Wenn Sie Ihr Glück im Doppelpack erwarten, sollte Ihnen klar sein, dass einiges an Müll anfallen wird. Je nachdem ob die Babys gestillt werden oder die Flasche bekommen unterscheiden sich die Ausscheidungen der Kleinsten. Doch benötigt man wirklich einen besonderen Mülleimer, um Windeln zu entsorgen?

Babywindel – was ist drin?

Abhängig davon, ob das Baby gestillt wird, oder das Fläschchen bekommt, gibt es Unterschiede in Farbe, Konsistenz und vor allem Geruch des Stuhls. Während Fläschchen Kinder grünlichen Stuhl mit einem sehr starken Geruch haben, ist Stillstuhl gelb und riecht stark süßlich. Spätestens aber, wenn Sie mit der Einführung von Beikost in Brei Form oder Fingerfood beginnen, nimmt der Windelinhalt Ihres Nachwuchses einen sehr unangenehmen Geruch an. Das entsorgen im normalen Küchenmülleimer wird unmöglich, der Geruch entweicht bei jedem erneuten Öffnen des Mülleimerdeckels.

Was ist das Besondere am Windelmülleimer?

In einem Windelmülleimer können dreckige Windeln gesammelt werden, ohne dass Gerüche entweichen. Es gibt verschiedene Systeme und Funktionsweisen. Manche haben einen Schwenkeimer, in den die Windel hineingelegt wird und beim umklappen des Henkels in den Eimer befördert wird, ohne diesen zu öffnen. Andere benötigen spezielle Windelmülleimerkassetten, die im Deckel eingelegt werden, wieder andere funktionieren mit normalen Mülltüten. Welche Systeme es genau gibt und wie sie funktionieren können Sie dort nachlesen. Das Prinzip ist jedoch immer dasselbe: es soll möglichst keine Luft aus dem Mülleimer entweichen. So können die Windeln mit Urin und Stuhl auch mehrere Tage gesammelt werden und erst dann in der Mülltonne entsorgt werden.

Windeltüten – ein Kompromiss?

Viele Eltern sehen es nicht ein, einen extra Mülleimer für Windeln zu kaufen. Hinzu kommt, dass die meisten Modelle mit Windelmülleimerkassetten arbeiten, die sehr kostenintensiv sind. In vielen Drogeriemärkten bekommt man so genannte Windeltüten. Diese kleinen Tüten sind parfümiert und überdecken damit den Windelgeruch. Die volle Windel kommt dabei einfach in die Tüte hinein, diese wird zugeknotet und kann dann im Mülleimer entsorgt werden. Eine ökologische und nachhaltige Lösung sind solche Plastiktüten jedoch nicht.

Stoffwindeln – eine Alternative?

Wer nicht gerne so viel Müll produziert, kein Plastik an die Baby Haut heranlassen möchte und nicht so viel Geld für Windeln ausgeben möchte, für den ist das Wickeln mit Stoffwindeln vielleicht eine Alternative. Hierfür gibt es verschiedene Systeme. Aufbewahrung trockener, vor allem aber nasser Windeln, sowie das Waschen will jedoch gut durchdacht sein. Es erfordert mehr Aufwand, ist aber auch verträglicher mit Babys Haut. Eine finanzielle Ersparnis ist das Wickeln mit Stoff dann, wenn einmal die benötigte Ausstattung in allen Größen angeschafft wird. Da Stoffwindeln heutzutage aber in vielen tollen Designs zu haben sind, ist die Versuchung groß ins Windelshoppingfieber zu verfallen. Kritische Stimmen weisen jedoch auf den erhöhten Wasser- und Stromverbrauch hin, der beim Wickeln mit Stoffwindeln entsteht.

Wer alle lästigen Gerüche gerne aus den Wohnräumen austreiben möchte, der trifft mit der Wahl zum Windelmülleimer eine gute Entscheidung. Eine sinnvolle Anschaffung also für jeden, der nicht wegen jeder Windel direkt zur Mülltonne laufen möchte und die dreckigen Windeln lieber ein paar Tage ansammelt.

Jasmin
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