Einige Möglichkeiten zum Reduzieren des Risikos eines plötzlichen Kindstodes

Was ist SIDS und wie kann man diesem vorbeugen? SIDS steht für einen plötzlichen Kindstod und ist ebenfalls bekannt unter der Bezeichnung Krippentod.

Es ist der unerwartete und plötzliche Tod eines scheinbar gesunden Babys unter einem Jahr. Diese Todesfälle treten auf während das Kind schläft und ist bis heute von medizinischer Seite nicht erklärbar. Ich habe diese Seite erstellt, um mögliche Gründe dafür zu erläutern.
1. – Ich denke, dass jede Mutter auf diesem Planeten sich über einen plötzlichen Kindstod Sorgen macht und deshalb häufig nach dem Baby schaut, um sicherzugehen, dass es noch atmet. Und 2. – weil Forschungen gezeigt haben, dass ein höheres Risiko bei Zwillingen, Drillingen, usw. besteht. Die Überlegung dabei ist, dass diese Babys deutlich öfter kleiner und untergewichtiger sind als ein einzelnes Baby und deshalb automatisch das Risiko eines SIDS steigt. Ich persönlich habe mir weniger Sorgen bei meinen Zwillingen gemacht, da diese zusammen geschlafen haben. Eines der beiden war immer aktiv oder hat geweint und ich dachte mir, dass man kaum das Atmen vergisst, wenn so viel Aktivität herrscht.

Es gibt keine eindeutige Ursache – lediglich Risikofaktoren, die wir versuchen sollten zu reduzieren. Diese Art von Tod ist für eine Familie der absolute Alptraum. Es gibt keinen Weg um sein Kind komplett vor SIDS zu schützen, aber es gibt einige Dinge die du tun kannst, damit deine Babys sicherer schlafen, wodurch du dir weniger Sorgen machen musst.

SIDS Vorsorge und Risikofaktoren

Jungen sind einem höheren Risiko ausgesetzt – rund 60% aller Tode betreffen Jungen und 40% Mädchen. Man ist sich nicht sicher weshalb, aber es gibt die Spekulation, dass dadurch, dass Jungen schneller atmen als Mädchen, ihre Lungen schneller mit Kohlendioxid oder Giftstoffen gefüllt werden, wenn sich solche Erreger in der Luft befinden.

Kleinkinder die bereits einen lebensbedrohlichen Vorfall erleben musste, wie beispielsweise Atemstillstand und eine Herz-Lungen-Reanimation benötigten, sind einem höheren Risiko ausgesetzt an SIDS zu erliegen.

Babys die mit einem niedrigen Körpergewicht geboren werden (unter 3,2 Kilo) sind ebenfalls einem höheren Risiko ausgesetzt, während Babys die unter 2 Kilo wiegen dem Höchsten ausgesetzt sind.
Es gibt einige Beweise dafür, dass Babys die geboren wurden, nachdem bereits eines der Geschwister an einem Krippentod gestorben ist, einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Einige Theorien verknüpfen dies mit der Anhäufung von giftigen Gasen, die in Kinderbettmatratzen gefunden werden, sowie in der Nutzung von gebrauchten Matratzen.

SIDS kann alle sozialen Schichten betreffen, aber es ist Tatsache, dass es vermehrt ärmere Familien betrifft, womöglich aufgrund der Theorie über die Nutzung von gebrauchten, älteren Matratzen.

Babys, deren Mutter unter 20 Jahre alt ist, sind ebenfalls einem höheren Risiko ausgesetzt. Aber! Das sind alles lediglich Statistiken.

Ein weiterer Risikofaktor ist, dass Babys zu früh nacheinander geboren werden – weniger als 12 Monate nach der vorhergegangenen Schwangerschaft.

Schlechte oder keine pränatale Versorgung kann dazu führen, dass das Baby anfälliger für SIDS ist.

Niedrige APGAR-Werte nach der Geburt (APGAR steht für Aussehen, Puls, Gesichtsbewegungen, Aktivität, Respiration) Diese Werte werden zweimal nach der Geburt im Abstand von 1 und 5 Minuten gemessen und das Baby erhält für jeden Aspekt eine Punktzahl von 0, 1 oder 2 Punkten.

Das Alter des Babys ist ein weiterer Risikofaktor für das plötzliche Säuglingstodsyndrom. Die meisten Babys die diesem Syndrom erliegen sind zwischen 2 und 4 Monaten alt – rund 90% aller Babys die Sterben sind im Alter von unter 6 Monaten.

Zurück zum Schlaf – die sicherste Schlafposition

Die neuesten Erkenntnisse der Forschung zeigen, dass die sicherste Schlafposition auf dem Rücken auf einem festen, flachen Untergrund ist. Wenn dein(e) Baby(s) gesundheitliche Beschwerden hat, dann sprich auch mit deinem Arzt über die Schlafposition.

Stell immer sicher, dass du deine Babys auch immer wieder auf den Bauch legst, wenn sie wach sind, denn das hilft ihnen sich zu entwickeln und stärkt die Rücken- und Nackenmuskulatur und die Chance die Welt auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Manchmal werden Mütter etwas paranoid und legen ihr Baby nie auf den Bauch, was dazu führen kann, dass sich flache Stellen am Kopf bilden.

Sobald deine Babys anfangen sich selbst drehen zu können, dann kannst du aufhören dir großen Sorgen zu machen (wahrscheinlich wirst du niemals komplett aufhören dir Sorgen zu machen!). Wenn sie sich selbst umdrehen können, dann heißt das, dass sie mittlerweile stark genug sind um ihr Gesicht von der Matratze fern zu halten.

Stell sicher, dass deine Babys auf einer ziemlich festen Oberfläche schlafen. Stelle ebenfalls sicher, dass das Bettlacken fest sitzt und keine Stofftiere oder zusätzliche Kissen im Bett liegen. Das sind alles Vorkehrungen die sicherstellen, dass es ausreichend Luftstrom um das Gesicht des Babys gibt. Entferne alle Plastikverpackungen von der Matratze, wenn es irgendwelche gibt, um das Risiko von SIDS zu verringern.

SIDS Vorsorge und zusammen mit dem Baby Schlafen

Das Elternbett zu teilen ist ein gängiges Verfahren für Familien. Das ist natürlich eine persönliche Wahl. Manche Studien besagen, dass dies das Risiko von SIDS verringert, manche Studien hingegen, dass es dadurch steigt. Meine Babys haben alle mit mir geschlafen. Wenn deine Babys mit dir zusammen schlafen, stell sicher, dass es keine Kissen oder Decken gibt, unter denen sie verloren gehen können – generell einfach Vorsichtsmaßnahmen treffen. Wir haben ein Beistellbett für die Zwillinge benutzt, welches direkt an unserem Bett befestigt war und es mir erlaubte sie greifen zu können, wenn es nötig war. Mein Mann machte sich dadurch weniger Sorgen versehentlich über eines der Babys rollen zu können.

Alkohol oder Drogen zu sich zu nehmen ist ein absolutes No-Go, wenn man zusammen mit den Babys schläft, denn wenn sie wirklich Hilfe brauchen, dann kann meist nicht reagiert werden. Studien haben außerdem gezeigt, dass das Risiko von SIDS steigt, wenn das Baby mit jemanden schläft der Zigaretten raucht.

SIDS Vorsorge – Schaffe eine drogen- und rauchfreie Umgebung für deine Babys

Vermeide es irgendwelche Drogen wie beispielsweise Alkohol, Kokain, Marihuana, Kokain und Heroin zu nehmen oder von Leuten umgeben zu sein, die diese konsumieren. Ganz egal ob du schwanger bist, versuchst schwanger zu sein oder bereits ein Baby hast. NIEMANDEN sollte es gestattet sein in der Umgebung deiner Babys zu rauchen – sowohl für die Gesundheit deiner Babys, als auch für deine eigene und um das Risiko von SIDS damit zu reduzieren.

SIDS Vorsorge – Temperaturkontrolle

Halte deine Babys warm – aber NICHT zu warm anziehen, wenn sie schlafen. Mehr Babys sterben während den Wintermonaten an SIDS. Natürlich willst du, dass es deinen Babys warm ist, aber pack sie nicht zu dick ein, da sie sonst überhitzen können! Du kannst das ganz einfach überprüfen, indem du deine Hand an ihren Nacken legst. Schau ob sie schwitzen und wenn sie es sollten, dann entfernte ein bisschen Kleidung. Deine Babys fühlen so wie du, also wenn es dich nicht im Raum frierst, dann werden sie es vermutlich auch nicht. Viele Eltern mit guten Absichten packen ihre Babys in mehrere Schichten von Decken und Kleidung, weil sie Angst haben, dass es ihren Babys in den Winternächten zu kalt werden könnte.

Wir haben kleine Schlafsäcke für Zwillinge benutzt. Die waren perfekt! Kleine, tragbare Decken, die sie daran gehindert haben sie wegzustoßen, ihnen Arm- und Handfreiheit gab und vom Hals bis ganz unten per Reißverschluss einpacken ließ. Dadurch erübrigte sich auch die Nutzung von losen Decken, auf denen sie möglicherweise mit dem Gesicht schlafen könnten. Wir waren uns absolut sicher darüber, dass das die Chance für einen plötzlichen Kindstod verringern wird.

Das Stillen deiner Babys und SIDS Vorsorge

Wenn du deine Babys stillen kannst, dann mach es auch! Es hat viele gesundheitliche Vorteile und vielleicht ist es auch eine Art Vorsorge gegen einen plötzlichen Kindstod, vor allem, wenn deine Babys frühgeboren sind oder ein niedriges Körpergewicht haben. Frühgeborene und wenig wiegende Babys sind vielen Risikofaktoren ausgesetzt.

 

Jasmin
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