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Frühwehen, Zeichen, Symptome und Vorbeugung

Frühwehen sind ein Zustand bei dem dein Uterus mit Wehen beginnt (Zusammenziehen des Mutterleibs), was dazu führt, dass der Gebärmutterhals (die Öffnung des Mutterleibs) sich verdünnt und früher öffnet als normal.

Das kann dazu führen, dass deine Babys zu früh zur Welt kommen und nicht vollständig entwickelt sind. Eine Frühgeburt kann zu Problemen bei der Atmung, dem Essen und bei der Stabilisierung der Körpertemperatur deiner Babys führen.

Im Idealfall, wenn du die Zwillingsschwangerschaft bis zur 37. Woche durchführen kannst, sind die Chancen, dass eines deiner Babys Probleme beim Essen, Atmen oder mit der Regulierung der Körpertemperatur hat, schwindend gering. Zu früh geborene Babys können zusätzliche Probleme und Komplikationen hervorrufen.

 

Ursachen einer Frühgeburt

Es gibt keine exakte Ursache eines Frühchens. Es kann sowohl bei aufgeweckten Müttern, als auch weniger aktiven Frauen auftreten, unabhängig davon, ob es deren 1., 2., 3., oder gar 4. Schwangerschaft ist. Die Anzeichen, Behandlungsmethoden und Vorsichtsmaßnahmen zu wissen kann in solchen Zeiten dabei helfen einer Frühgeburt vorzubeugen oder wenn nötig zu stoppen.

 

Symptome einer Frühgeburt

Die folgende Liste beschreibt die Anzeichen, welche in Verbindung mit dem Eintreten von Geburtswehen diagnostiziert wurden.

Uteruswehen: Uteruswehen sind Ver- und Entspannungen des Uterusmuskels. Wenn du beispielsweise deinen Bizeps (Oberarm) anspannst und anschließend entspannst, dann wirst du, wenn du mit deiner anderen Hand währenddessen fühlst, feststellen, dass der Muskel sich zunächst verhärtet, aber dann wieder weich wird. Dasselbe passiert mit deinem Bauch während solcher Wehen.

Frühwehen sind normal während einer Schwangerschaft und häufen sich, je mehr Zeit vergeht. Manchmal hast du sogar deutlich öfter an einem Tag welche, meist wenn du ständig wechselnde Positionen einnimmst. Manche davon sind harmlose Vorwehen, die im Endeffekt den Körper auf die künftigen Geburtswehen vorbereiten sollen. Du solltest hingegen auf die Wehen achten, welche in gewissen Abständen auftreten und dann wieder verschwinden. Diese werden eventuell schmerzlos sein, also geh nicht automatisch davon aus, dass es keine Wehen sind, nur weil du dabei keinen Schmerz empfindest. Schnapp dir also Stift und Papier und schreib dir auf wann sie jeweils kommen. Wenn sie anfangen eine Art Rhythmus zu bilden – zunächst alle 10 Minuten, dann alle 9 Minuten usw., dann kann das der Start einer Frühgeburt werden. Du suchst also nach einem exakten Muster.

Dumpfe, leichte Rückenschmerzen: Rückenschmerzen kommen und gehen, oder du wirst sie sogar dauerhaft spüren.

Krämpfe, die sich anfühlen, als wärst du in deiner Periode: Diese Krämpfe treten im unteren Bauchbereich auf, direkt über dem Schambein. Diese werden entweder kommen und gehen, oder konstant bleiben.

Ein Gefühl des Drucks im unteren Bauchbereich, Rücken oder Schenkeln: Du wirst vielleicht eine Art „Schwere“ im Becken fühlen, meist in einem rhythmischen Muster.

Unregelmäßige Schmerzen: Treten meist in Bauch, Rücken und Schenkeln auf.

Eine Steigerung oder Veränderung deines Vaginalausflusses: Es wird eventuell dicker, wässriger oder blutdurchsetzt.

Entweichung von Flüssigkeit aus der Vagina – Wasser entweicht, was dich denken lässt, dass es Urin wäre.

Darmkrämpfe, Verdauungsstörungen oder Durchfall.

Ein „Gefühl“, dass irgendetwas nicht so ganz stimmt.

 

Frühgeburten vorzeitig diagnostizieren

Der Beginn einer Frühgeburt passiert oftmals sehr unterschwellig. Ich war in der Arbeit und hatte Frühwehen, welche kamen und gingen, ohne dass ich sie so wirklich wahrgenommen habe, bis zum Abendessen. Als ich im Krankenhaus eingeliefert wurde, war ich in der 28. Woche und war bereits um 5 cm geweitet. Du wirst vielleicht auch die Erfahrung mit ein paar, oder all dieser Zeichen machen. Wenn du eines dieser Warnsignale hast, selbst wenn du die Wehen nicht wahrnimmst, dann hast du vermutlich „stille“ Wehen. Du kennst deinen Körper – schenk ihm Aufmerksamkeit. Es kann fatal für die Gesundheit deiner Babys sein.

 

Überwachung deiner Uteruswehen

Es ist wirklich wichtig zu wissen, wie man am Bauch richtig fühlt um Wehen zu erkennen. Zu aller erst, leg dich aufs Bett oder auf das Sofa. Platziere deine Hände und berühr mit deinen Fingerspitzen den Bauch. Frühwehen beginnen meist am oberen Teil deines Uterus und fühlen sich an wie eine träge Verspannung oder Straffung. Du wirst möglicherweise sogar feststellen, dass dein Bauch sich leicht aufbläht und sich wieder zusammenzieht, wenn sich dein Uterus entspannt. Wenn das passieren sollte, dann fang an aufzuschreiben wann es immer passiert. Zu welcher Zeit es anfängt, wie lange es anhält und wann die Nächste Wehe beginnt.

Manchmal entstehen „stille“ Wehen ohne jegliche Warnsignale. Dir sollte immer bewusst sein, wie sich eine Wehe anfühlt und zwar so vertraut damit sein, dass du diese selbst überwachen kannst, mindestens ein paar Mal am Tag für je eine halbe Stunde.

 

Behandlung von Frühwehen

Wenn du denkst, dass du laufend Wehen bekommst – im Intervall von 10 Minuten für eine Stunde, selbst wenn du dich ausruhst, dann informier deinen Arzt oder deine Hebamme unverzüglich. Wenn du Blut oder andere Flüssigkeiten direkt aus der Vagina verlierst, eine Veränderung in deinem Vaginalausfluss oder starke Wehen feststellst, dann solltest du dich ebenfalls mit deinen Arzt oder deiner Hebamme in Verbindung setzen.

Keine Panik. Wenn du 3 oder mehr Wehen pro halbe Stunde erfährst, dann:

1) Leg dich hin.

2) Leg dich auf eine Seite und benutz ein Kissen unter dir zur Unterstützung.

3) Behalte die Wehen weiterhin im Auge.

4) Trinke ein großes Glas Wasser (Dehydration kann Wehen verursachen.)

5) Warte nicht länger als eine Stunde – wenn sie innerhalb dieser Zeitspanne sich nicht verlangsamt oder verschwunden sind, dann musst du womöglich ins Krankenhaus eingeliefert werden.

 

Frühwehen vorbeugen

Wenn du dir Sorgen über eine mögliche Überwachung von Frühwehen machst (und die meisten Zwillingsschwangerschaften werden überwacht), dann hast du hier einige Vorsichtsmaßnahmen, die du treffen kannst. Steigere deine Ruhezeiten – am besten jeden Tag, aber mindestens jeden 2. Tag keine körperlichen Belastungen. Sich auszuruhen ist sehr hilfreich und wird empfohlen, um den Uterus in einem entspannten Zustand zu halten. Du kannst aber auch deine Hüfte leicht anheben, sodass weniger Druck auf deinem Becken liegt.

  • Verringere oder beende sämtliche strapaziöse Aktivitäten – Kein Joggen, Rennen und Treppensteigen.
  • Nichts Schweres heben – kleine Kinder mit eingeschlossen, Wäschekörbe, Einkäufe usw.
  • Kein übermäßiges putzen – auch wenn der Drang zur Sauberkeit einsetzen sollte – dennoch kein Wischen der Flure, Möbel verschieben usw.
  • Arbeitsplatz – du musst womöglich deine Arbeitszeiten reduzieren oder damit aufhören früh morgens anzufangen, wenn dein Job dies verlangt.
  • Sexuelle Aktivitäten – es ist womöglich zu empfehlen damit aufzuhören oder auf das Mindeste zu begrenzen, je nachdem in welcher körperlichen Verfassung du dich befindest und wie hoch die Chancen für eine Frühgeburt sind. Denk immer dran, es ist nur temporär und du versuchst die Babys so lange wie möglich im Bauch zu behalten.
  • Brustvorbereitung (Brustmassagen, Stimulation) sollten bis 3 Wochen vor dem Geburtstermin vollständig gemieden werden, um so keine Frühwehen zu verursachen.
  • Geburtsvorbereitungskurse – wenn du daran teilgenommen hast, dann ist es ratsam keine der dort gezeigten Übungen durchzuführen, bis auf die Atmungstechniken.

 

Wöchentliche Überwachung von Frühgeburten

Wenn festgestellt wird, dass bei dir ein hohes Risiko einer Frühgeburt besteht, wirst du wöchentlich zu deinem Arzt müssen. Das kann beruhigend wirken. Der Arzt wird deine Gebärmutter abhören, um das Wachstum der Babys und deren Herzschläge zu überprüfen und um eventuell deinen Gebärmutterhals zu überprüfen. Dir wird dann jedes Mal über mögliche Veränderungen zur Vorwoche berichtet.

Folge deren Anweisungen und sei du selbst dein bester Vertreter. Denk dran, viele Zwillinge kommen zu früh und wenn du dir den Zeichen und Symptomen einer Frühgeburt nicht bewusst bist, dann wirst du dich eventuell in einer für dich angsteinflößenden und unerwarteten Situation wiederfinden. Sei informiert, kenne die Risiken und Anzeichen.